Herzlich Willkommen!


Warnung!

Eine einfache Behelfsmaske, wie sie hier beschrieben wird, schützt nicht vor einer COVID-19-Infektion.

Gründliches Händewaschen und ein Abstand von mindestens 1,5 Metern sind die wichtigsten Maßnahmen, um sich selbst vor einer Infektion zu schützen. Die einfache Behelfsmaske und das Husten und Niesen in die Armbeuge schützt andere vor Infektion.
Medizinische Masken sind knapp und sollten wirklich den Profis vorbehalten bleiben.

Näheres dazu beim Robert-Koch-Institut (RKI).


Neulich beim Einkaufen ist mir aufgefallen, dass Maskenträger die Ausnahme sind – auch wenn viele Menschen zusammengedrängt stehen müssen, weil der Raum fehlt.
Dabei sind Behelfsmaske wahrscheinlich nützlich, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Falls der Träger der Maske infiziert sein sollte, ohne es zu wissen, kann er sein Umfeld vor Ansteckung schützen.

Jeder von uns kann etwas dafür tun, dass das Tragen von Behelfsmaske selbstverständlich wird.

Um es klarzustellen: Ich bin keine Medizinerin und auch keine Heilpraktikerin. Auf dieser Webseite werden keine Heilversprechen gegeben oder Diagnosen erstellt. Hier geht es um Anleitungen für Jedermann, um sich eine einfache Behelfsmaske selbst herzustellen.

Über die Sinnhaftigkeit von Behelfsmasken gibt es eine offizielle Stellungnahme von der Leopoldina.

Im Internet und in den Sozialen Medien gibt es inzwischen sehr viele Anleitungen, wie man eine Maske selbst herstellen kann. Eine einfache Nähanleitung haben der Hausärzteverband Niedersachsen
und die Stadt Essen ins Internet gestellt.
Ich selbst habe in Kleinserie 25 Stoffmasken für mein näheres Umfeld und für den Eigenbedarf genäht.
Aber auch ohne Nähmaschine lässt sich ein Gesichtsbedeckung herstellen.

Update

Seit dem 27. April 2020 gilt in NRW die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, wie im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Überall da, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. In allen anderen Bundesländern wird sie ebenfalls eingeführt.
Beim Fahrradfahren oder beim Spazierengehen an der frischen Luft braucht es die Maske nicht. Da gelten nur die Abstandsregeln. Wenn beim Treppensteigen, im Umkreis von zwei Metern kein Mensch ist, sollte man sich das Leben auch nicht unnötig schwer machen. Beim Autofahren ist das Maskentragen untersagt.


Darauf sollte man achten:

Hygiene

Vor dem Anlegen sollten die Hände gründlich gewaschen oder desinfiziert werden. Nach einmaliger Nutzung sollte das Wegwerfmodell entsorgt werden. Nach dem Abnehmen sollte die Maske, ohne die Aussenseite zu berühren, sicher verstaut und dann die Hände sofort gewaschen werden. Eine beim Tragen durchfeuchtete Maske muss ausgetauscht werden.
Das Virus wird durch Hitze ab 60 Grad und durch Lauge abgetötet. Nach dem Waschen sollten die Masken nur mit frisch gewaschenen Händen aus der Waschmaschine geholt und zum Trocknen aufgehängt oder in den Trockner gegeben werden. Wer ganz sicher gehen will, kann sie in der Kochwäsche mitwaschen.

Ein guter Sitz

Die Maske sollte so gut sitzen, dass sie überall rund um die Atemwege gut aufliegt, d.h. Mund und Nase müssen verdeckt sein, damit keine Tröpfchen aus der Maske in die Umwelt verteilt werden. Nach dem Aufsetzten sollte nicht mehr ins Gesicht gefasst werden, um die Maske zu richten.

Anzahl der Lagen

Ein Ein- und Ausatmen sollte ohne großen Atemwiderstand möglich sein. Je mehr Lagen der Mundschutz hat, desto schwerer wird das Atmen darunter und umso besser ist die Filterwirkung. Partikel werden besser abgehalten. Die Barrierefunktion erfüllt die Gesichtsmaske auch schon mit nur einer einzigen Lage.
Auch eine OP-Maske kann nicht verhindern, dass beim Husten und Niesen größere Mengen Partikel in die Umwelt gelangen, deshalb sollte immer in die Armbeuge genießt und gehustet werden. Mehr dazu im Ärzteblatt.

Filtermaterial

Selbstgemachter Mundschutz erfüllt nicht die Anforderungen an medizinisch zugelassene Atemschutzmasken. Sie dient vor allem als Tröpfchenbarriere. Dennoch kann durch die Verwendung von Filtermaterial das Einatmen von schädlichen Partikeln gehemmt werden. Einfache Küchenrollen, Kaffee- oder Teefilter und Staubsaugerbeutel können genutzt werden. Bei letzteren ganz besonders empfehlenswert sind Elektretfilter, die in Staubsaugerbeutel für Allergiker eingesetzt werden. Die Filter sind nicht waschbar und müssen nach Benutzung entsorgt werden. Staubsaugerbeutel können Biozide enthalten, diese sind dann natürlich nicht geeignet.
Zur Filterwirkung von verschiednen Materialien, die für die Herstellung von Behelfsmasken eingesetzt werden, gibt es eine Studie von der Max-Planck-Gesellschaft. Mehr dazu bei der Max-Plank-Gesellschaft.

Die Größe

Als Richtwert reicht als Höhe und Breite ein Handspann. Man nimmt einfach die Hand der Person, die die Maske später tragen soll, dann passt es immer.


Hier habe ich meine DIY-Masken-Favoriten zusammengetragen:

Die Dreifaltigkeit

Eine einfache Papiermaske.


Essen, Second Life und Second Life 2.0

Altes T-Shirt zu neuem Leben erweckt.



Update

Inzwischen meldet mein Online-Stofflieferant, dass Lieferungen länger dauern werden. Meine Bemühungen, Wäschegummi für meine genähten Masken zu bekommen, sind bisher gescheitert. Not macht ja bekanntlich erfinderisch, dafür habe ich eine Lösung gefunden. Ich habe beschlossen, nicht länger auf die Gummilieferung zu warten und stattdessen Bänder aus T-Shirt-Stoff zu benutzen. Den Gummi kann man ja später nachrüsten.